Impulsreferent:
Dr. Hilmar Schneider
Direktor Arbeitsmarktpolitik am Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit
„Fördern ist gut, fördern und fordern ist besser: Eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik aktiviert Arbeitslose und attraktiviert Arbeit. Wir brauchen Workfare statt nur Welfare!“
Hilmar Schneider studierte Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt/Main. Im Anschluss an sein sozialwissenschaftliches Diplom arbeitete er von 1983 bis 1987 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich „Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik“. Nach seiner Promotion zum Dr. rer. pol. war er von 1987 bis 1993 Hochschulassistent am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Frankfurt/Main mit Lehrverpflichtungen im Bereich Statistik, Ökonometrie und Arbeitsmarkt. 1994 übernahm er die Leitung der Abteilung Arbeitsmarkt am Institut für Wirtschaftsforschung Halle. In diesem Rahmen war er unter anderem 1998 als Visiting Scholar am World Economy Laboratory des Massachusetts Institutes of Technology (MIT) tätig. Im Juli 2001 wechselte Hilmar Schneider als Direktor für Arbeitsmarktpolitik zum IZA. Darüber hinaus ist er seit 2002 Research Affiliate des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). 2006 wurde er zum Mitglied im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten ernannt und 2007 zum Mitglied der Zensuskommission berufen.
Seine Forschungsschwerpunkte umfassen neben der Arbeitsmarktpolitik unter anderem Fragen der Sozialen Sicherung, der Lohnpolitik und der Demographie. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen Studien zu den Arbeitsmarktwirkungen von Lohnersatzleistungen, den Arbeitsmarktperspektiven Ostdeutschlands, der Effizienz von aktiver Arbeitsmarktpolitik im Transformationsprozess und den wohlfahrtsstaatlichen Perspektiven in Europa.
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